enviaM - Das vernünftige Maß für IT-Anforderungen

Jens Winkler, IT-Leiter der enviaM
Jens Winkler, IT-Leiter der enviaM

Der Energiedienstleister enviaM hat seine ausgelagerten Services überprüft. Ein Benchmark mit Maturity zeigte aktuelle Marktpreise, ermöglichte aber auch die Bewertung der eigenen Anforderungen über das Projekt hinaus.

„Das Geschäft der IT ist in den vergangenen Jahren nicht einfacher geworden“, berichtet Jens Winkler, IT-Leiter des Energiedienstleisters enviaM. Sich verändernde regulatorische Vorgaben, neue Anforderungen aus den Fachabteilungen sowie Beteiligungen in unterschiedlichen Geschäftsfeldern prägen die Struktur der enviaM-Gruppe und damit auch Architektur und Prozesse der IT. „Unsere Herausforderung war immer“, so Winkler, „die optimale IT im Sinne einer Gruppenlösung bereitzustellen.“

Einen großen Teil der Services hat Winkler an den IT-Dienstleister Gisa übertragen, an dem enviaM mehrheitlich beteiligt ist. Inzwischen bestehen umfangreiche Outsourcing-Erfahrungen aus vertraglicher und funktionaler Perspektive. „Dennoch haben wir uns immer die Frage gestellt, ob unsere Verrechnungspreise marktgerecht sind.“ Das Problem: Für Commodity-Services wie Personalabrechnungen gibt es einen funktionierenden Markt, der relativ leicht abgefragt werden kann. „Bei speziellen Lösungen wie geografischen Informationssystemen oder technischen Applikationen ist das aber nicht immer der Fall“, beschreibt Winkler die Situation.

Aufwandstreiber kontrollieren

Der Manager hat die für ihn 20 wichtigsten IT-Services identifiziert und sie zusammen mit Maturity in einem Zyklus von drei Jahren analysiert. Bei der Standortbestimmung ging es nicht nur um die Erhebung des Marktniveaus, sondern auch um die Bewertung der eigenen Anforderungen wie Service Level und Verfügbarkeit: „Es lohnt sich immer, die Hauptaufwandstreiber zu kontrollieren, da sie die Preise maßgeblich beeinflussen“, sagt Winkler. Die Ergebnispräsentation des Benchmarks habe teilweise für „überraschte Gesichter“ gesorgt. Dies betraf einerseits Vertreter der Fachbereiche und ihr Bauchgefühl bezüglich der IT-Kosten, aber auch die IT-Experten selbst: „Bei einigen Services waren wir verblüfft, was der Markt noch alles hergibt.“

Neben den harten Fakten des Benchmarks – Standortbestimmung der Kostenstrukturen im Vergleich zu anderen Unternehmen und eindeutige Aussagen zu speziellen Services, die nicht unmittelbar am Markt nachgefragt werden können – hatte das Projekt auch einen „weichen“ Effekt: „Wir haben auf der Fachbereichsseite und beim Dienstleister das Bewusstsein für die Tatsache verstärkt, dass Anforderungen starke Auswirkungen auf die Service-Kosten haben“, berichtet Winkler. Diese Erkenntnisse hätten geholfen, das notwendige partnerschaftliche Verhältnis in der Unternehmensgruppe zu pflegen.

Interner IT-Prüfstand

Aus den Erkenntnissen des Benchmarks heraus hat enviaM einen internen Prozess aufgesetzt, um im Rahmen der IT-Steuerung die „großen Themen“ jedes Jahr auf den Prüfstand zu heben – sind die damals vereinbarten SLAs noch notwendig, müssen Veränderungen nachgezogen werden? Der Regelprozess diene dazu, kontinuierlich in Frage zu stellen, ob bestimmte Leistungen und ihre Ausprägungen überhaupt notwendig sind. „Dieser Beratungsansatz ist der Mehrwert eines guten Benchmark-Projekts“, so Winkler.

Download des Anwenderberichts IT-Benchmark bei enviaM als PDF-Datei

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