"Hoher Anspruch an die Ergebnisqualität"

Jörg Peschke, Leiter IT-Betrieb der KKH-Allianz
Jörg Peschke, Leiter IT-Betrieb der KKH-Allianz

Die KKH-Allianz hat einen Benchmark-Vergleich durchgeführt, um die Leistungsfähigkeit  der IT zu bestimmen und Handlungsfelder zu erkennen. Jörg Peschke, Leiter IT-Betrieb der Krankenversicherung, beschreibt im Interview seine Erfahrungen mit dem Benchmark-Prozess.

Maturity: Warum haben Sie Ihre IT einem Benchmark unterzogen?

Jörg Peschke: Wir wollten einen umfassenden Vergleich, um uns orientieren zu können: wo stehen wir, was haben wir richtig gemacht und wo müssen wir uns verbessern? Vor allem letzteres, denn wir wollten den vordringlichen Handlungsbedarf erkennen.

Maturity: Was sind Ihrer Meinung nach die Best Practices für einen Benchmark?

Peschke: Sie brauchen erst einmal ein gutes Vorgehensmodell. Entscheidend war, dass die Vergleichsdaten von den Peer-Unternehmen auf unsere Werte normiert wurden. So konnten wir uns an jeder Stelle im Prozess in den Zahlen wiederfinden. Auch das Alter der Kennzahlen und die Methodik der Peer-Auswahl waren wichtig, zumal es kaum direkte Vergleichszahlen aus unserer Branche gab. Bei uns waren zwölf Unternehmen in der Peer-Gruppe. Verglichen haben wir uns mit den acht besten Firmen in jedem IT-Segment, das untersucht wurde.

Maturity: Was spielt noch in die Entscheidung für einen Benchmarker rein?

Peschke: Die Bietergespräche hatten es in sich. Wir haben die Vorgehensweise der Benchmarker analysiert, ihre Methodik und die Verfahren. Und wir wollten die Menschen kennenlernen, die anschließend unsere Abteilung mit sensiblen Fragen durchleuchten. Das hat alles sehr viel mit Vertrauen zu tun.

Maturity: Was war das zentrale Kriterium für die Auswahl?

Peschke: Für einen sinnvollen Vergleich brauche ich vor allem eine gute Datenerhebung. Wenn ich die falschen Informationen sammle und interpretiere, taugt das Ergebnis nichts. Wir wollten saubere Resultate, an denen kein Zweifel besteht. Letztlich bot Maturity das beste Preis-Leistungsverhältnis.

Maturity: Wie lief denn die Datenerhebung ab?

Peschke: Ich würde die Phase als ‚positiven Disput’ auf einer konstruktiven Ebene bezeichnen. Unser Anspruch an die Ergebnisqualität war hoch, und letztlich haben wir auf diesem Weg mit Maturity eine gemeinsame Basis erarbeitet, von der alle Beteiligten überzeugt waren. Das ist entscheidend, denn ohne echtes Vertrauen in den Prozess sind Mitarbeiter und Manager am Ende nicht bereit, die Ergebnisse des Benchmarks zu akzeptieren – egal, wie sie ausfallen.

Maturity: Und wo lagen Ihre IT-Schwachstellen?

Peschke: Die größte Baustelle war der Bereich Backup für den Mainframe und die offene Welt. Da waren wir ziemlich überaltert. Im Anschluss an den Benchmark haben wir sofort ein Projekt aufgesetzt, um das Problem zu lösen. Es hatte sich zwar schon vorher abgezeichnet, dass die Backup-Lösungen am Ende ihres Lebenszyklus’ angekommen waren, doch das wurde uns noch einmal nachdrücklich durch die Zahlen bestätigt.

Download des Anwenderberichts IT-Benchmark bei der KKH-Allianz als PDF-Datei

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