Postbank - „Kurze Projektlaufzeit, gutes Ergebnis“

Manfred Löw, vorstand der Postbank Systems AG

Als IT-Dienstleister der Deutsche Postbank AG ist die Postbank Systems AG mit ca. 1.500 Mitarbeitern verantwortlich für alle IT-Projekte sowie alle Produkte des IT-Betriebs. Rund 14,6 Millionen Postbank-Kunden nutzen bereits heute die unterschiedlichen Kanäle wie beispielsweise Filiale, Internet, Telefon, Brief oder Callcenter zur Erledigung ihrer Bankgeschäfte. Gut drei Millionen Postbank-Kunden sind Online-Kunden.

Die führende Multikanalbank mit ihrer Philosophie „Alle Wege – eine Bank“ stellt hohe Anforderungen an die hauseigene IT. Gemeinsam mit SAP entwickelte die Postbank Systems eine Standardsoftware für große Retailbanken (Bankenkernsystem) und stärkte damit ihr Alleinstellungsmerkmal der integrierten Multikanalservices. Eines der strategischen Ziele der Postbank ist der Faktor Kostenführerschaft – das schließt die ständige Optimierung der eigenen Kostenstruktur mit ein. „Es war an der Zeit, eine Standortbestimmung vorzunehmen“, erklärt Manfred Löw, der als Vorstand der Postbank Systems für das Ressort Betrieb (Plattformen, Applikationen, Service Delivery) verantwortlich ist. „Zudem brachte der Kauf der BHW inklusive der Tochter BHW-IT einen weiteren IT-Dienstleister, den wir in unsere Überlegungen miteinbeziehen mussten. Schließlich sollten auch Synergiepotenziale identifiziert werden“, so Löw. Die Postbank Systems entschloss sich folglich, ein Benchmark-Projekt durchführen zu lassen und beauftragte nach Beendigung der Ausschreibung Maturity Consulting mit dem Projekt. Gegenstand des Benchmarkings waren die Bereiche Postbank Systems Classic und BHW-IT. Maturity untersuchte alle Plattformen, die Infrastruktur sowie die Middleware. Ein besonderer Fokus lag zudem auf der Kostenstruktur der beiden Applikationen Bankenkernsystem und Online- Banking der Postbank Systems Classic. Außerdem wurde das Prozessmodell der Postbank unter die Lupe genommen.

Äpfel mit Äpfeln vergleichen

Maturity überzeugte vor allem durch das selbst entwickelte Benchmarking-Konzept. Es legt zugrunde, dass kein Unternehmen dem anderen so ähnlich ist, dass ein Benchmarking unmittelbar möglich ist. Erst durch die so genannte „Normierung“ der Vergleichsgruppe auf das Niveau des Kunden wird eine Vergleichbarkeit ermöglicht. „Hier werden Äpfel mit Äpfeln verglichen“, erläutert Löw, der zudem die Zusammensetzung der Vergleichsgruppe und die Aktualität der Daten lobte. Außerdem habe das Konzept von Maturity den Vorteil, dass es weniger Aufwände verursache als traditionelle Benchmark-Methoden und damit weniger Personal binde. Mit der Durchführung des Projektes zeigte sich Löw ebenfalls sehr zufrieden. Auch schwierige Projektphasen seien schnell, kompetent und konstruktiv gelöst worden, denn die Erreichbarkeit aller Ansprechpartner war konstant gewährleistet.

Das Benchmarking bestätigte die überwiegende Kostenführerschaft der Postbank Systems. „Mit diesem Ergebnis hatten wir so nicht gerechnet“, freut sich Löw. Die Empfehlungen seitens Maturity wird die Postbank Systems größtenteils umsetzen. „Zwar hatten wir einige von Maturity ausgesprochene Empfehlungen im Vorfeld des Projektes zum Teil identifiziert und dazu auch Projekte aufgesetzt. Allerdings offenbarte das Projekt auch Lücken und Schwächen, die wir noch nicht erkannt hatten.“

Trotz der hohen Komplexität des Projektes und der zeitlich eher ungünstigen Umstände – das Benchmarking startete Mitte November 2006, also in einem Zeitraum, der bekanntlich interne Ressourcen jedes Jahr aufs Neue bindet – verlief alles sehr zügig. Ende März 2007 präsentierte Maturity die Ergebnisse. „Kurze Zeit, gutes Ergebnis“, resümiert Löw. „Maturity hat, ohne aufwändig Ressourcen zu binden, mit einer sehr guten Transferleistung das Projekt rasch und effizient durchgeführt.“

Download des Anwenderberichts IT-Benchmark bei der Postbank als PDF-Datei

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